ANTIQUARIAT
Werner Sölch
Orient-Express
Glanzzeit, Niedergang und Wiedergeburt eines Luxuszuges
3. vollständig überarb. Auflage 1983; 176 Seiten, viele Abbildungen, Format 21 x 22,5 cm; gebunden
Zustand A
Der Autor, Werner Sölch, lebt als Architekt in München. Er wurde 1938 in Karlsbad geboren - in dem Teil Europas also, der abwechselnd zu Österreich-Ungarn, Deutschland und der Tschechoslowakei gehörte, jenem Zentraleuropa, in dem die Staaten schneller wechselten, als die Bahnverwaltungen. So führten während der Kindheit die ersten Spaziergänge in Begleitung des Onkels, eines pensionierten Beamten der Bundesbahnen Östereichs, an eine Bahnlinie, die sowohl zur österreichischen, als auch zur tschechischen Zeit als die „Buštěhrader Eisenbahn" bekannt war. Was noch länger blieb als die Bahnverwaltungen, war und ist deren Orient-Express. Irgendeiner der zahlreichen Orient-Express-Flügel fuhr in fast jeden Winkel dieses Europas.
Der Orient-Express überdauerte sogar den Wechsel der politischen Glaubensbekenntnisse - Monarchie, Nazizeit und was folgte- und bildete etwas über Generationen Bleibendes in den unsteten Ländern zwischen Donau, Elbe, Adria und Bosporus. Für den, der von dort her ist, ist der Orient-Express nicht irgendeine exotische Sensation, sondern ein Teil Europas.