ANTIQUARIAT
Alfred B. Gottwaldt
Die Lübeck-Büchener Eisenbahn
Privatbahn als Wegbereiter neuer Verkehrstechniken
1. Auflage 1975; 112 Seiten, viele Abbildungen, Format 16 x 20 cm; Broschur
Zustand B
Die Eisenbahnlinie zur Verbindung der beiden Hansestädte Lübeck und Hamburg war schon früh geplant. Politische Gründe zwangen aber
zunächst dazu, 1851 eine Strecke von Lübeck nach Büchen zu bauen. Das war eine kleine Station an der Berlin-Hamburger Eisenbahn, die
selbst Thomas Mann in seinem Roman „Buddenbrooks“ erwähnt hat. Erst seit 1865 konnte die Lübeck-Büchener Eisenbahn direkt von Lübeck nach
Hamburg fahren. Im lebhaften Verkehr zwischen der Elbe und der Ostsee verdiente diese Privatbahn jahrzehntelang ihr Geld.
Nach der Jahrhundertwende war sie an den großen Bahnhofsbauten in Lübeck und Hamburg beteiligt. Ab 1932 legte „Lübeck-Büchen“ ein
beeindruckendes Modernisierungsprogramm auf, das einen Dampftriebwagen, fortschrittliche Doppeldeckwagen und kleine Stromlinien-Tenderloks
umfasste. Damit bereitete diese Bahn den Weg zu neuen Verkehrstechniken. Doch Ende 1937 wurde die Gesellschaft in die Deutsche Reichsbahn
eingegliedert. Damit endete vor mehr als sechzig Jahren ihre Eigenständigkeit. Die typischen Lokomotiven und Wagen der Lübeck-Büchener
Bahn waren noch bis 1970 aus dem Hamburger Hauptbahnhof nicht wegzudenken.
Das reich illustrierte Buch setzt dieser unvergessenen hanseatischen Privatbahn und ihren Fahrzeugen das verdiente Denkmal.