Beschreibung
Strnad Jiří
Polabské řepařské dráhy 2
(Knihovna Světa železnice 24)
2024; 216 Seiten, viele Abbildungen, Zeichnungen, Karten, Format 21 x 30 cm; gebunden
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Einführung schmalspuriger Industriebahnen in verschiedenen Branchen in größerem Umfang. Ihre schrittweise Verbesserung durch den technischen Fortschritt führte sie bis ins 20. Jahrhundert und machte sie zu einem wichtigen Helfer, ohne den sich kein größeres Unternehmen seine Tätigkeit vorstellen konnte. Dieses Buch führt uns in die Ebenen der Böhmischen Tafel, wo das fruchtbare Agrarland hauptsächlich von der Elbe mit ihren Nebenflüssen Cidlina und Mrlina bewässert wurde. Lokale Zuckerfabriken, die ihre Produktionskapazität aufgrund der steigenden Nachfrage nach Zucker kontinuierlich erhöhten, mussten immer über genügend Rohstoffe verfügen.
Mehrere Zuckerfabriken weiteten hier nach und nach ihre schmalen Gleise aus, mit dem Ziel, den Transport der Zuckerrüben während der Kampagnen zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Die Polaba-Rübenbahnen ersetzten Dutzende Tiertransporte, die bis dahin versucht hatten, im herbstlichen Graupelregen eigene oder vertragsgebundene Produkte von weit entfernten Feldern zu transportieren.
Im zweiten Teil besuchen wir Rapper in Dymokury, Dětenice, Křínec und Kolín.
Ihre Entwicklung und Funktionsweise war sehr vielfältig. Einige führten bis zum Hof der Zuckerfabrik, andere verbanden lediglich die umliegenden Güter und Fabriken mit der normalspurigen Eisenbahn, auf die die Rüben umgeladen werden mussten. Auch ihr Antrieb war sehr vielfältig, von Tier über Dampf bis hin zum Motor. Es gibt sogar einen Elektroantrieb, der jedoch nicht implementiert ist. Ihr Ende kam mit dem großen Boom des Straßentransports an der Wende der 40er und 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, der zeigte, dass auch Schmalspurbahnen ihre Schwächen haben. Leider sind keine Rübenbahnen erhalten geblieben.