Beschreibung
Die nun folgende Gebirgsstrecke ist der absolute Höhepunkt des Schmalspurnetzes. In vielen, teils sehr engen Windungen – an steilen Hängen und tiefen Abgründen entlang – geht es hinauf zur Mitteleuropäischen Hauptwasserscheide. Wir passieren den Kleinen und den Großen Bruderndorfer Tunnel, dazwischen liegt abgeschieden im Wald die Halte- und Wasserstelle Bruderndorf, wo die Lokomotiven wie auch die Personale an einer sehr reinen Quelle abermals den Durst löschen können. Bald öffnet sich die Landschaft wieder und nach weiteren Schleifen senkt sich die Bahnlinie hinab bis nach Langschlag. Auch hier sind die Land- und die Forstwirtschaft die wesentlichen Bahnkunden. Nicht minder windungsreich ist der nun folgende Streckenabschnitt über Harruck bis zum Endpunkt Groß Gerungs.
Die Fahrzeugvielfalt ist recht überschaubar. Lange waren die C1’-Dampfloks der Reihen U, Uv und Uh zugegen, daneben kurzzeitig einzelne Splittergattungen. Geprägt wurde der Zugdienst vornehmlich von den Stütztenderloks der M-Serie, wovon 1916 die erste – eine Verbundlok – nach Gmünd kam. Die sechs Stück der Heißdampfversion Mh (ÖBB 399) waren ab den 60er Jahren gar vollzählig hier vereint. Die Dieseltraktion spielte nur eine Nebenrolle. Ab 1962 erbrachte eine einzelne 2095er einen Teil der schweren Zugdienste und ab 1965 war eine alte Heeresfeldbahnlok für den Verschub in Gmünd zuständig. Die gedeckten und offenen Güterwagen wie auch die Rollböcke und Drehschemelwagen stammten großteils noch aus dem Bestand der Niederösterreichischen Landesbahnen, nur wenige kamen von anderen Strecken ins Waldviertel. Mit sächsischen Fahrzeugen führte die Reichsbahn um 1941/42 den Rollwagenverkehr ein, der mit der Zeit beträchtlich ausgeweitet wurde. Umfangreiche Statistiken mit detaillierten Lebensläufen veranschaulichen den interessanten Fahrzeugpark des Waldviertler Schmalspurnetzes.
Buchseite für Buchseite gibt es also viel zu entdecken!
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