Beschreibung
Karl + Martin Zellhofer
Das Weinviertel war einst mit einem dichten Netz von Nebenbahnen durchzogen. Rund 300 Kilometer Nebenbahnen ergänzten die durch
Weinviertel und Marchfeld führenden Hauptstrecken.1988 wurde im größten Teil des Weinviertler Nebenbahnnetzes der Personenverkehr – bis
auf
einige kurze, modernisierte Restbetriebe – eingestellt. Trotz der Qualitätssteigerung folgten weitere Einstellungen, eine schrittweise
Aufgabe des Güterverkehrs und schließlich Streckenabtragungen. Selbst auf den Hauptstrecken kam es zu Schließungen von Haltestellen und
zur
Abtragung von Gütergleisen.Überall im Weinviertel finden sich heute noch Spuren des früher so bedeutsamen Verkehrsmittels: verfallende
Bahnhöfe, überwachsene Gleisanlagen, Bahndämme ohne Schienen, bedeutungslose Brücken, Lagerhäuser ohne Gleisanschluss oder geschlossene
Bahnhofswirtshäuser.Dieses Buch dokumentiert diese Reste, bevor sie ganz verschwinden, und lässt Menschen zu Wort kommen, die im
Eisenbahnbetrieb tätig waren. Schaffner, Dampflokführer, Stellwerker und Bahnhofswirt erzählen, wie sich ihr Alltag mit der Eisenbahn
einst
gestaltet hat.
Verschwundene Eisenbahnen im
Weinviertel
Von Nebenbahnen, Haltestellen und Bahnhofswirtshäusern, die es nicht mehr gibt
2026; 127 Seiten, viele Abbildungen, Format 24,5 x 21 cm; gebunden
Aus dem Inhalt:
- Das langsame Sterben der Weinviertler Lokalbahnen
- Nachnutzungen und Zukunftsaussichten
- „Die alte Dampflok fohrt jetzt nimma mehr …“ – Erinnerungen eines Dampflokführers„
- Schaffner sei, des woar amoi wos. Die Zeit is vorbei.“
- „Beste Bedienung, gute Küche und Keller, billigste Preise.“ – Ein Bahnhofswirt erinnert sich
- Als Stellwerker am Bahnknoten Dobermannsdorf
- Zu Fuß statt mit dem Zug – Eine Wanderung entlang der Nebenbahn von Sigmundsherberg nach Zellerndorf
- Schmalspurig im Weinviertel
- Ein vergessenes Bahnprojekt – Die Lokalbahn von Stockerau nach Joslowitz (Jaroslavice)