Beschreibung
Harold van der Meer
Siebzig Jahre Rundnasen in Europa
Zeventig jaar 'Bolle Neuzen' in Europa
NOHAB 1954-2024
2024; 300 Seiten, 98 s/w + 374 Farbabbildungen, Format 21,5 x 30,5 cm; gebunden
Text deutsch
NOHAB - LOKOMOTIVEN IN EUROPA
Vor
mehr als 75 Jahren erhielt der schwedische Hersteller Nydqvist och Holm AB von der General Motors-Electro-Motive Division eine Lizenz
zum Bau dieselelektrischer Lokomotiven, die von der erfolgreichen amerikanischen Standardlokomotive F7 abgeleitet waren. Daraus entstand
1954 die legendäre „Bolle Neus“, ab Werk auch als Nohab AA12 und AA16 bekannt. Die dänische Eisenbahn DSB kaufte zwischen 1954 und 1965
nicht weniger als 59 Litra MY-Lokomotiven und 45 leichtere MX. Die erste Lokomotive für Testzwecke erschien 1954 in Norwegen. Zwei Jahre
später begann die Auslieferung der Baureihe Di 3 an die staatliche Eisenbahngesellschaft NSB, die sogar fünf ursprünglich für Finnland
gebaute Lokomotiven in Dienst stellte.
Eine
erfolgreiche Werbetour durch Europa führte in den Jahren, als der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreichte, zu einem Sonderauftrag:
Ungarn, das unter sowjetischer Herrschaft stand, bestellte 1963 zwanzig Exemplare. Dass die „Bolle Neus“ ein Erfolg wurde, ist vor allem
dem zuverlässigen Dieselmotor GM-EMD 567 zu verdanken, dem schlagenden Herz der scheinbar ewig lebenden Lokomotiven. Siebzig Jahre
nachdem das erste Exemplar auf der Strecke erschien, sind noch immer zahlreiche Lokomotiven bei verschiedenen privaten
Eisenbahngesellschaften im Einsatz in Benutzung.
Dieses
Buch behandelt die Geschichte und den aktuellen Einsatz der in Schweden gebauten Lokomotiven auf den Eisenbahnen Dänemarks, Norwegens
und Ungarns. Kurz erwähnt werden die Baureihen HLD 52, 53 und 54 sowie die Luxemburger Baureihe 1600, die in Unterlizenz von AFB in
Belgien für die NMBS gebaut wurde. Nach der Ausmusterung bei den Staatsbahnen wanderten viele Lokomotiven durch Skandinavien und
Deutschland, landeten aber auch in Italien und im Kosovo.