ANTIQUARIAT
Adolph Giesl-Gieslingen
Lokomotiv-Athleten
Geschichte, Leistung und Kurvenlauf der Sechs- und Siebenkuppler
1995, 2. Auflage; 263 Seiten, 98 Abbildungen, 114 Zeichnungen, Format 17,5 x 24,5 cm; gebunden
Zustand A
6-KUPPLER STEIFRAHMEN DAMPFLOKOMOTIVEN
Das optisch Faszinierende an der Dampflokomotive ist zweifellos das Triebwerk mit seinen mächtigen Rädern, Zylinder, Treib- und Kuppelstangen und dem sich überlagernden zierlichen Steuerungsgestänge. Mehrfach gekuppelte Rädergruppen haben naturgemäß die größte Wirkung auf den Beschauer; mit ihrer Anzahl wächst die Stärke der Treibstangen, die Macht der Kolben in den großen Zylindern. Wenn man bedenkt, dass die Schienen in Bögen und Weichen durchfahren werden mussten, was besondere konstruktive Maßnahmen zum zwanglosen Durchlaufen und zur seitlichen Führung erforderte, leuchtet ein, dass die Konstruktion von Lokomotiven mit noch mehr gekuppelten Achsen ein Unterfangen war.
Erst die Veröffentlichung der theoretischen Studien von Richard von Helmholtz über die Prinzipien der Kurvenbeweglichkeit und der richtigen Führung durch Bögen im Jahre 1889 brachte Systematik in diesbezügliche Gedankengänge und ebnete den Weg für raschen Fortschritt in der Konstruktion mehrfach gekuppelter Dampflokomotiven. Es war Karl Gölsdorf, der diese Erkenntnisse in einer logischen Entwicklungsreihe als erster in die Praxis umsetzte.
Dieses Buch zeigt die Entwicklung der Sechs- und Siebenkuppler im Detail.