ANTIQUARIAT
Jürgen Schubert
Die Windbergbahn
1982; 167 Seiten, viele Abbildungen, Zeichnungen, Format 16,5 x 23 cm; Broschur
Zustand B
Freital, eine Stätte intensiver Industrieproduktion vor den Toren Dresdens, liegt am Fuß des Windbergs, eines Gebirgsmassiv mit einigen Bodenschätzen lokaler Bedeutung. Da vor allem die Kohlelagerstätten in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von Interesse waren, trieb man die Bahn ins Gebirge, um die Steinkohle von den Hänischener, Burgher, Potschappeler und Gitterseer Zechen zu Tal zu schaffen. Die steil ansteigende, kurvenreiche Trassenführung, in Deutschland ohne Vorbild, ließ sie rasch als "Sächsische Semmeringbahn" bekannt werden.
Berühmt aber wurde sie nach der Jahrhundertwende, als die Kohleförderung eingestellt und die Windbergbahn für den Reiseverkehr bis Possendorf verlängert wurde. Die "Possendorfer Heddel" wurde zum Inbegriff für landschaftlichen Reiz und Beschaulichkeit, "Kreuzspinne" und "Heuwender" die landesweit bekannten Spitznamen ihrer Lokomotiven.