Hermann Heless / Johann Blieberger / Wolfgang Siegl
Die ÖBB-Spantenwagen
2025, 496 Seiten, viele Abbildungen, Format 21,5 x 28 cm; gebunden
SPANTENWAGEN IN ÖSTERREICH
Keine Wagentype wurde bei bahnmedien.at so oft nachgefragt wie die ÖBB-Spantenwagen.
Nun kommen wir den Leserwünschen nach und widmen dieser in der Nachkriegszeit allgegenwärtigen Umbauwagentype einen Band. Ein ganzer
Band ist notwendig, hat eine erste Sichtung doch ergeben, dass ca. 150 unterschiedliche Bauarten zu besprechen sind. Eine einfache
Typisierung nach Anzahl der Fensterachsen und Plattformen (offen, geschlossen) greift viel zu kurz.
In den Jahren nach 1945 machte sich bei den Österreichischen Staatsbahnen der Mangel an modernem Wagenmaterial extrem bemerkbar. Die noch aus der Zeit der Monarchie stammenden Holzkastenwagen waren nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sie entpuppten sich sogar bei Unfällen als lebensgefährlich. Die in der Zeit zwischen 1918 und 1938 entwickelten „eisernen“ Bauarten, zu denen auch die N28-Wagen zu zählen waren, waren in viel zu geringer Zahl vorhanden.
Da die Nachkriegszeit keine großen finanziellen Investitionen erlaubte, entstand ein ambitioniertes Umbauprogramm. Auf Untergestellen von Holzkasten- und Schadwagen wurde ein Gerüst aus vorgefertigten Spanten errichtet. Die Abstände zwischen den Spanten wurden an die Fensterbreite angepasst und das Gerippe außen verblecht. Äußerlich wurden als Vorbild die N28-Wagen gewählt. Holzsitze, später gepolsterte und mit grünem Kunststoff überzogene Sitzbänke, bildeten die Standardinneneinrichtung.
So entstanden die in den Nachkriegsjahren allgegenwärtigen Umbauwagentypen, denen wir diesen Band widmen.
Er enthält geschichtliche Details, technische Daten, Fotos und Typenskizzen der mehr als 2500 Wagen zusammengefasst in über 130 unterschiedlichen Typen.