Thomas Kohler
Die meterspurige MEG am Oberrhein
Von der Straßburger und Lahrer Straßenbahn zur SWEG
2025; ca. 320 Seiten, ca. 450 Abbildungen, Format 21 x 30 cm; gebunden
VON DER MEG ZUR SWEG AUF METERSPUR
Die Mittelbadische Eisenbahnen AG (MEG) betrieb zwischen Rastatt, Kehl, Offenburg und Lahr jahrzehntelang ein umfangreiches
meterspuriges Schmalspurnetz. Dessen Entstehung und Entwicklung eng mit der Entwicklung des Eisenbahnwesens im Elsass verbunden war. Die
Straßburger Straßenbahngesellschaft drängte über den Rhein nach Baden. Der Gipfel dieser Entwicklung war Anfang des 20. Jahrhunderts ein
meterspuriges Netz beidseits des Rheins. Nach Ende des Ersten Weltkriegs entstand die MEG als Auffanggesellschaft für die aufgrund der
neuen Grenzen nun abgetrennten badischen Streckenteile.
Viele Jahre lang prägten die Dampfzüge und Triebwagen der MEG das Bild der Region. Der zunehmende Individualverkehr ab den fünfziger
Jahren erschwerte den Verkehr in den engen Ortsdurch¬fahrten vieler Dörfer und auf der vielfach in Seitenlage der Straßen verlaufenden
Strecken. Stück für Stück schrumpfte das Netz der MEG. 1971 fusionierte sie mit der damaligen Südwestdeutschen Eisenbahnen AG (SWEG). Bis
zum Jahresende 1980 erfolgte die vollständige Abwicklung mit Ausnahme einer Strecke.
Thomas Kohler beschreibt die wechselvolle Geschichte dieser liebenswerten Bahn durch die Rheinebene, geprägt von zwei Weltkriegen und
dem schleichenden Niedergang ab den fünfziger Jahren.