Oliver Rimasch
Die Industrie- und Anschlussbahnen in Staßfurt
2020; 352 Seiten, 319 Abbildungen, 14 Zeichnungen, 13 Gleispläne, 23 Tabellen, Format 21 x 28 cm; gebunden
Eisenbahn und Salzbergbau gehörten in Staßfurt und Leopoldshall untrennbar zusammen. Mit der Eröffnung der Strecke Schöneberg (Elbe) - Staßfurt am 12. Mai 1857 wurde auch die Anschlussbahn in Staßfurt in Betrieb genommen. auf der Stichstrecke von Schönebeck nach Staßfurt den Personen- und Güterverkehr aufnahm, wurde zeitgleich auch die erste Anschlussbahn in Staßfurt in Betrieb genommen. Diese verband den Bahnhof mit dem ersten Salzbergwerk der Königlich Preußischen Berginspektion in der Staßfurter Innenstadt, wo am selben Tag die reguläre Salzförderung begann.
Binnen eines Jahrzehnts entwickelte sich in Staßfurt und im benachbarten Leopoldshall ein dichtes Netz von Anschlussgleisen, das 1914 seine größte Ausdehnung erreichte. Dies Industrie- und Anschlussbahnen waren die Grundlage für Staßfurts legendären Ruf als "Wiege des Kalibergbaus". Erst in den 1990er-Jahren verloren die Werkbahnen ihre Bedeutung - sie wrden stillgelegt und abgebaut.
Das vorliegende Buch beschreibt erstmals detailliert die wechselvolle Geschichte, die Anlagen und die Fahrzeuge der Anschlussbahnen der ersten Kalischächte der Welt und der Schachtanlagen Leopoldshall I/II, Ludwig II, Berlepsch/Maybach sowie der Industrieanschlussbahn der Dachpappenfabrik in Staßfurt von den Anfängen im Jahr 1857 bis zu deren Stilllegung und Demontage. Die zahlreichen historischen Fotos und Zeichnungen machen das Buch zu einem Muss für jeden Heimat- und Eisenbahnfreund.