Beschreibung
Gunter Mackinger
Die Gaisbergbahn 1887 - 1928
2025; 224 Seiten, viele Abbildungen, Format 21 x 30 cm; ge
Von 1887 bis 1928 erschloss eine Zahnradbahn den Hausberg der Salzburger – den Gaisberg. Mit einer größten Neigung von 250 ‰ und einer
Trassierung durch anspruchsvolles Terrain gehörte die Gaisbergbahn zu den damals großartigsten Ingenieurleistungen. Für die gewählte
Trassierung musste natürlich auch erst eine angepasste Maschinentechnik entwickelt werden – Pioniergeist und Risikobereitschaft der
Gründerzeit. Auch die Achenseebahn – die heute noch in Betrieb stehende „Schwester“ der Gaisbergbahn, wird im Gesamtzusammenhang
beleuchtet.
Einst als technische Großtat gefeiert wurde die Bahn in den 1920er Jahren für die Automobil Lobby zum Synonym für Gestriges und nicht
mehr zeitgemäße Technik. Vergessen waren die Pionierleistungen der Erfinder und Techniker im ausgehenden 19. Jahrhundert welche überhaupt
die touristische Erschließung der Alpen erst möglich gemacht haben. Jeder Versuch die Bahn den Bedürfnissen der Zeit anzupassen wurden im
Keim erstickt.
Erstmals liegt ein Buch über die Salzburger Gaisbergbahn vor, welches neben Technik und Betrieb auch auf die Entwicklung zeitgleich
erbauter Zahnradbahnen eingeht und auch das gesellschaftliche und politische Umfeld der damaligen Entwicklung eingehend beleuchtet. Mit
zahlreichen – bisher noch unveröffentlichten und wenig gesehenen Fotos, Plakaten und Plänen – wird die vor bald 100 Jahren eingestellte
Zahnradbahn – umfassend dokumentiert. Auch die der Bahneinstellung nachfolgenden Entwicklungen zur öffentlichen Erschließung des Gaisbergs
werden gestreift und angedachte Zukunftsoptionen nicht vergessen.
Der Autor – ein bekannter Salzburger Verkehrshistoriker und Eisenbahner – hat versucht dem geneigten Leser eine umfassende Darstellung
von Entwicklung, Bau und Betrieb der liebenswerten Zahnradbahn zu bieten. Aber auch die unglaublichen politischen Machenschaften rund um
das mutwillig herbeigeführte Ende der Gaisbergbahn werden nicht ausgespart und es darf sich jeder Leser selbst ein Urteil bilden, ob sich
die Zeiten diesbezüglich zum Positiven verändert haben. Dass rund 100 Jahre nach Einstellung der Bahn nicht nur das eine oder andere
Bauwerk von dieser technischen Pioniertat zeugen, sondern auch eine ganze Zuggarnitur im Salzburger Freilichtmuseum Großgmain zu bewundern
ist, ist ein besonderes Geschenk für alle geschichtsbewussten Salzburgrinnen und Salzburger, aber auch an alle Freunde historischer
Eisenbahntechnik.
Die „Salzburger Gaisbergbahn“ nicht nur ein Buch für Eisenbahnfreunde, sondern vor allem auch für alle lokalhistorisch Interessierten,
aber abschnittsweise auch ein Lehrbuch über Verkehrspolitik – nicht nur vor 100 Jahren.