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ANTIQUARIAT
Dr. Kurt Seidel
Brücke zum Härtsfeld
Eine verkehrsgeschichtliche Studie zur Härtsfeldbahn Aalen - Neresheim - Dillingen
Eigenverlag des Verfassers, Schwäbisch Gmünd
1. Auflage 1962; 196 Seiten, viele Abbildungen, Bahnhofspläne, Lok und Wagenskizzen, Format 21,5 x 21,5 cm; gebunden
Zustand B
Es scheint uns eine verdienstvolle Arbeit, Ursprung und Werden einer solchen Bahn der Härtsfeldbahn zu verfolgen. Einer Bahn, die keine
verkehrsreichen Plätze verbinden wollte, die nur dazu bestimmt war, ein großes, von der Natur zwar reizvoll geformtes, doch ansonsten
stiefmütterlich behandeltes Gebiet zu erschließen und seine Bewohner näher an die altwürttembergischen Landesteile heranzuführen, sie an
den Auswirkungen der industriellen und wirtschaftlichen Blüte, die sich überall gezeigt, teilnehmen zu lassen. Die zahlreichen
Holzverladeplätze an der Härtsfeldbahn weisen darauf hin, daß man sich von der Abtransportmöglichkeit des Holzes von den ausgedehnten
Waldungen viel versprach.
Die Bahn war aber zu spät gekommen, die Industrie war schon im nahen Brenztal und im Remstal seßhaft geworden und hatte keinen Bedarf an
neuen Plätzen, an neuen Arbeitskräften.
Die Aufzeichnung der Schicksale ihres Fahrzeugbestandes spiegelt die Sorgen und Mühen des Bahnunternehmers wider, zeitgemäß zu sein ohne
einen finanziellen Ertrag. Darin steht die Härtsfeldbahn nicht allein, sie steht für viele andere Nebenbahnen, denen das gleiche Schicksal
beschieden war, die sich aufopferten, ihren Anwohnern das Tor zur Welt offen zu halten.
Standardwerk zur Härtsfeldbahn und Vorbild für Streckenbeschreibungen.