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Carl Etzel und Ludwig Klein - Württembergs Eisenbahnpioniere und ihr Wirken in aller Welt

Röder, Rudolf

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Rudolf Röder
Carl Etzel und Ludwig Klein
Württembergs Eisenbahnpioniere und ihr Wirken in aller Welt
2016; 324 Seiten, über 250 Abbildungen, Karten, Zeichnungen, Format 21,5 x 20,5 cm; gebunden
 

Carl Etzel (1812 bis 1865) und Ludwig Klein (1813 bis 1881) sammelten nach ihrem polytechnischen Studium weitere berufliche Erfahrungen im Ausland beim Bau der ersten Eisenbahnen: der Schwabe Etzel in Paris England und Österreich, der Böhme Klein in St. Petersburg und USA. Als Oberbauräte leiteten sie in Württemberg, allen Widerständen entgegnend, sehr spät das Eisenbahnzeitalter ein. Innerhalb von zehn Jahren bezwangen sie den steilen Aufstieg der Schwäbischen Alb, so dass die Züge vom Neckar bei Heilbronn über Stuttgart zur Donau bei Ulm und zum Bodensee bei Friedrichshafen sowie vom badischen Bretten im Rheintal bis nach Bayern bei Ulm fahren konnten.

Etzels Schwerpunkt lag beim Bau, Klein sorgte für einen reibungslosen Bahnbetrieb und beschaffte die nötigen Fahrzeuge und technischen Einrichtungen.Klein blieb nach dieser ersten Bauperiode in Württemberg, während es Carl von Etzel erneut ins Ausland zog. Ludwig von Klein führte die Telegrafie in Württemberg ein, zunächst zur Sicherung des Eisenbahnverkehrs, dann als wegweisendes Kommunikationsmittel im Land. Parallel dazu erweiterte er als Präsident der Eisenbahnbaukommission das württembergische Eisenbahnnetz um wesentliche Linien.

Carl von Etzel folgte einem Ruf in die Schweiz, um als Baudirektor für die Schweizerische Centralbahn das Stammnetz zu bauen. Dabei schuf er einen Durchstich durch den Schweizer Jura unter dem Hauenstein und viele spektakuläre Brückenbauten, bevor er fünf Jahre später ein Angebot als Direktor der Kaiser Franz-Joseph-Orientbahn annahm, deren Strecken bis kurz vor die Tore von Belgrad führen sollten. Als Baudirektor der österreichischen Südbahn realisierte er mit der Brennerbahn den ersten Schienenübergang über die Zentralalpen. Das Lebenswerk der beiden Eisenbahnpioniere Carl von Etzel und Ludwig von Klein schildert der Autor in über 320 Seiten, aufgelockert mit ebenso vielen, meist farbigen und bisher unveröffentlichten Abbildungen. Eingestreut sind Kurzbiografien von 28 ihrer Weggefährten. Rudolf Röder, der Autor dieses Buches, beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Geschichte der Königlich Württembergischen Eisenbahnen und mit ihren Auswirkungen auf die Entwicklung der Technik und Wirtschaft in Württemberg und Europa.


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