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Bitte umsteigen! - 20 Jahre Bahnreform

Knierim / Wolf

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Knierim, Bernhard / Wolf, Winfried
Bitte umsteigen! - 20 Jahre Bahnreform
2014; 256 Seiten, Abbildungen, Format 21 x 22 cm; kartoniert
Das Jahr 1994 brachte mit der Bahnreform und mit der Gründung der Deutschen Bahn AG die größte Veränderung im Verkehrsbereich seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Kritiker sahen in der Bahnreform allerdings bereits damals die Verschleierung der Bahnprivatisierung. Und sie sagten Verhältnisse voraus, wie es sie z.B. im Sommer 2013 in Mainz und Umgebung gab.
 Inzwischen hat sich Ernüchterung breit gemacht: Nur im hoch subventionierten Nahverkehr gibt es eine Steigerung der Fahrgastzahlen. Die Qualität des Bahnverkehrs hat dramatisch abgenommen: Die Verspätungen nahmen zu, Ausfälle von Zügen sind heute an der Tagesordnung. Im Nahverkehr hat sich inzwischen ein Schein-Wettbewerb breitgemacht, in dem es vor allem um ein Drücken der Löhne geht. Inzwischen gibt es auch einen spürbaren Abbau der Sicherheit im Schienenverkehr.
 Die Autoren des Buches zeigen auf, wie die DB AG, anstatt in das Streckennetz, in die Wartung und in funktionierende Züge zu investieren, zunehmend als «Global Player» agiert. Wie die Kommandohöhen der Deutschen Bahn inzwischen ausschließlich von Bahnfremden bestimmt werden und wie die Bahnpolitik, wie sie die Bundesregierung und die EU betreiben, als integraler Bestandteil einer allgemeinen Verkehrspolitik zu verstehen ist, die in erster Linie auf den Straßen- und den Luftverkehr und auf die Container-Schifffahrt setzt.
 Schließlich skizzieren sie, wie eine überzeugende Struktur der Bahn und eine Verkehrs- und Bahnpolitik aussehen müssen und plädieren in diesem Kontext für öffentliche Eigentumsformen mit dem Grundsatz «so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig».
 
Medienstimmen:
Kein Bahnbashing, sondern Analyse von Bahnbefürwortern, die nachweisen, woran es bei der DB krankt. Und sie bleiben dabei nicht stehen: mit 25 «Mosaiksteinen» zeigen sie, wie eine bahnfreundliche Republik entstehen könnte.
 Günter Buhl, «Einkaufszentrale der öffentlichen Bibliotheken», 2014/24
 
 Das Buch ist eine den aktuellen verkehrspolitischen Diskurs bereichernde und erhellende Expertise, auch und gerade für Eisenbahnhistoriker und Freunde der klassischen Eisenbahn.
 BahnEpoche, Herbst 2014
 
 Wenngleich man den beiden Verfassern ihre auch schon vielerorts geäußerte kritische Distanz zu den von der Politik immer wieder gefeierten Erfolgen der Bahnreform anmerkt, gelingt es ihnen in ihrem Werk doch, nicht durch bloße Widerrede, sondern gerade durch faktenreiche Argumentation für ihre Sichtweise zu werben. Selbst wenn man nicht immer in allen Punkten mit ihnen konform gehen muss, liefert das durchaus auch witzig und provokativ (zum Teil etwa im Stil einer Anklageschrift) verfasste Buch viel Anlass zum Diskutieren, Nachdenken und für die Politik hoffentlich auch zum Drehen an der einen oder anderen Stellschraube zu Gunsten einer (noch) besseren Bahn in Deutschland.
 Bahnreport, 5/2014
 
 Globalisierung bedeutet vor allem auch «Mobilität», zudem auch «Marktorientierung». Globales Lernen verbindet die lokale Sicht mit den Perspektiven darüber hinaus. In diesem Buch wird das Thema Bahnreform so ausgefaltet, dass der Blick vom Lokalen auf die Ferne geht, so, dass Interessen und Entwicklungen in Prozesse der (kapitalistischen) Wirtschaftsentwicklung greifbar für Studierende, Lehrkräfte und SchülerInnen der Sekundarstufe II greifbar werden. Vielfältig Impulse für eine kritische Auseinandersetzung sind garantiert.
 Bildungsserver Hessen
 
 Skeptiker der Bahnreform werden an diesem Buch ihre helle Freude haben: Knierim und Wolf kritisieren Privatisierung und Infrastrukturabbau der Bahn, geben aber auch einen informativen und fundierten Überblick über die Geschichte der Deutschen Bahn AG sowie Einblicke in Statistiken und Finanzen.
 Sascha Mönkemann in «Alternative Kommunalpolitik», 5/2014

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