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Die Bedeutung der Lübeck-Büchener Eisenbahn

Steinke, Lorenz

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Steinke, Lorenz
Die Bedeutung der Lübeck-Büchener Eisenbahn für die Wirtschaft der Region Hamburg-Lübeck 1851 - 1937
2006; 588 Seiten, 39 Karten, 55 Tabellen, Format 15 x 21 cm; Broschur
 
Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck, Herausgegeben vom Archiv der Hansestadt Reihe B, Band 43
 
Die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) zählt zu den interessantesten deutschen Bahn-Gesellschaften. Bekannt wurde sie durch ihre 1936 eingeführten Doppelstockzüge mit Dampflok-Wendezugsteuerung - damals eine weltweit beachtete eisenbahntechnische Innovation. Die 1851 eröffnete Bahnlinie konnte erst nach langwierigen politischen Auseinandersetzungen eröffnet werden, an denen zahlreiche europäische Kabinette beteiligt waren. Zu den Fürsprechern der Bahn gehörten von Humboldt und Clemens von Metternich.
Lorenz Steinke belegt in seiner Dissertation den Stellenwert der LBE für die Region Hamburg-Lübeck. Die Vorzüge des Verkehrsmittel Eisenbahn lagen auf dem Höhepunkt der Eisenbah-Ära in Deutschland auf der Hand. Es war preisgünstig, zuverlässig und massentauglich.
Von entscheidender Bedeutung war die LBE für das Stadt-Land-Verhältnis. Die Hansestadt Hamburg profitierte vom Güterverkehr, Lübeck und Travemünde profitierten vom Bahntourismus und wurden Naherholungsziele für die Massen; überhaupt brachte die Verkehrsanbindung Vorteile für die Badeorte zwischen Travemünde und Neustadt. Auch für die Industrialisierung und Besiedlung des Kreises Stormarn lieferte die LBE wesentliche Impulse.
Allerdings hatte die Bahngesellschaft seit der Jahrhundertwende mit der Binnenschiffahrt und später auch mit dem Automobilverkehr zu konkurrieren. Weitere Hemmnisse entstanden aus der Verkehrspolitik Lübecks und Hamburgs. So wurde der Elbe-Trave-Kanal, der parallel zur Lübeck-Büchener Bahnlinie verlief, von Lübeck bewusst für den Massengüterverkehr als Konkurrenz zum teuren Bahntransport geschaffen. Hamburg förderte ab der Wende zum 20. Jahrhundert die Entwicklung eines dichten Netzes miteinander konkurrierender Klein-, Nahverkehrs- und Fernbahnen. Der Zwang zur Rationalisierung und Standardisierung bei der Konzernmutter Deutsche Reichsbahn bedeuteten schließlich das Ende der LBE.

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